Sigiriya & Kandy

Sigiriya & Kandy

8. September 2019 1 Von Admin_2travelers

12.08.19-20.08.19

Nach den ersten Tagen in der Hauptstadt machten wir uns auf den Weg in das Zentrum des Landes, nach Sigiriya und Kandy. Es gibt unzählige Anbieter, die private Touren in die beiden Städte organisieren, doch wir wollten es auf eigene Faust versuchen. Die erste bekannte Stadt Sigiriya ist etwa 160km von Colombo entfernt und wir fuhren die erste Etappe mit einem für Sri Lanka typischen Zug. Wir haben oft gehört, dass es in den Zügen ziemlich voll werden kann, weshalb wir schon um 5 Uhr morgens am Bahnhof standen, um dem großen Trubel zu umgehen. Wir ergatterten zwei Sitzplätze und mit zahlreichen sri lankischen Snacks konnte die Fahrt losgehen. In Sigiriya angekommen, machten wir uns auf die Suche nach unserem Treehouse Airbnb. Kurze Zeit darauf konnten wir endlich unsere schweren Backpacks absetzten und bevor wir weiter in die Stadt zogen, genossen wir die vielen Jungelgeräusche in unserem Baumhaus. Sigiriya ist ein wahrer Treffpunt für Touristen. Während wir in Colombo fast keine anderen Reisenden sahen, trafen wir hier unzählige Gleichgesinnte. In einer netten Bar an einem Fluss ließen wir den Tag bei frischen Fruchtcocktails ausklingen.

Bekannt ist Sigiriya allerdings nicht wegen der vielen Restaurants und Bars, sondern wegen einem bekannten heiligen Berg, dem ,,Lions Head”. Täglich wandern hunderte Besucher auf den Gipfel, um die tolle Aussicht zu genießen. Allerdings kostet der Eintritt 40 Dollar pro Person, weshalb wir lieber den günstigeren Nachbarberg ,,Pidurangala” bestiegen. Um den Sonnenaufgang bestaunen zu können, holte uns um 4.30 Uhr ein Tuck Tuck ab und brachte uns zum Startpunkt der Wanderung. Mit Taschenlampen ging es den steilen Pfand hinauf und es wurde zu einem echten Morgen Work out. Nach knappen 2 Stunden erreichten wir in der Dämmerung das Ziel und konnten der Sonne bei Aufgehen zusehen. Innerhalb von wenigen Minuten war es hell und wir bekamen einen tollen Ausblick auf die Umgebung.

Am Nachmittag ging es weiter in die zweitgrößte Stadt des Landes, Kandy. Leider bekamen wir im Bus keine Sitzplätze mehr und mussten einen Großteil der 3 stündigen Fahrt stehen. An sich ist Stehen kein Problem, doch die Busse hier rasen hier wie von der Tarantel gestochen und sobald sich ein Tuck Tuck vor den Bus drängelt und es zur Vollbremsung kommt, muss man sich irgendwie, irgendwo  festhalten. Außerdem werden auch im Bus Snacks verkauft, was bedeutet, dass sich die Verkäufer mit all ihren Wahren an einem vorbeiquetschen. Kurz gesagt, war die Fahrt ziemlich nervig und wir waren froh als wir endlich ankamen. Der Grund für den enormen Ansturm war der letzte Tag des jährlich für 14 Tage stattfindende ,,Esala Perahera Festival”. Bei dieser dem Buddha gewidmeten Zeremonie werden verschiedene Tänze, Musik, Feuer Akrobatik und vieles mehr vorgeführt. Zudem begleiten kostümierte  Elefanten die laute Menschenmasse. Zwar war der Anblick dieser großen, mit Lichtern geschmückten Dickhäuter wirklich beeindruckend, doch ihre eng zusammengeketteten Füße und ihre aufgestellten Ohren ließen ahnen, welche Qual dieses Fest für die Tiere sein muss. Auch Felix stieg der Reizüberfluss zu Kopf und wir kämpften uns durch die Menschenmassen zum Ausgang heraus. Er schwitze am ganzen Körper  und auch am Morgen war sein Fieber nicht besser. Stattdessen fühlte auch ich mich nicht mehr fit und so lagen wir beide erst einen, dann zwei und letztendlich ganze 5 Tage mit Fieber im Bett. Und ich sage euch, an solchen Tage vermisse ich nichts mehr als mein Zuhause. Mein Bett, meine gewohnte Umgebung und meine Mama. Doch auch das gehört dazu und bin mir sicher, dass wenn wir zurück sind, ich viele Dinge deutlich mehr zu schätzen weiß. Als es uns wieder besser ging konnten wir endlich die Stadt besichtigen, in der wir nun seit 7 Tagen fest saßen. Es gibt einen wirklich schönen botanischen Garten, mit einigen Gewächshäusern, Blumen und Palmen. Der perfekte Ort, um dem lauten Geschehen der Großstadt zu entkommen. Auch der große Kandy Lake ist sehr idyllisch und es gibt viele kleine Restaurants, in denen man Currys, Reis und andere lokale Spezialitäten probieren kann.

Nachdem wir die Stadt vollends erkundet hatten, setzten wir uns wieder in den Zug. Über Colombo ging es ganz in den Süden der Insel, nach Tangalle. Hier wartet ein ganz neues Abenteuer auf uns, denn wir werden für einen Monat in einem Hotel mitarbeiten. Wie wir dazu gekommen sind, was unsere Aufgaben sind und wie es uns gefällt werdet ihr im nächsten Bericht lesen können.